Flüchtlinge, Emigranten, Refugees. Eine Unterrichtstunde mit MindMaps.

MindMapping_DidaktikDie Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsthematik ist eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben und Herausforderungen diese Tage geworden. Das Thema ist komplex und muss von unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. So entsteht eine große Menge an Fragestellungen: Wie behandeln wir das Thema offen im Unterricht? Wie verstehen Schüler und Lehrer die gesellschaftlichen und individuellen Motive von Flüchtlingen? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Flüchtling und einem Emigranten? Wie können Lehrer und Schüler das Thema unabhängig von Sprachbarrieren visualisieren um für sich selbst Klarheit auf der Sachebene, den rechtlichen Möglichkeiten, der eigenen Gefühlsebene und der Bewertung der Situation zu erhalten? Wie können Nicht-Flüchtlinge und Flüchtlinge Verständnis füreinander entwickeln?

In einer doppelstündigen Praxiseinheit, die wir für ich erstellt habe, können wir uns dem Thema Emigration und Flucht deutlich nähern. Die gewählten Methoden sind das Brainstorming, die Fragensammlung, die Groß- und Kleingruppenarbeit, sowie die finale Visualisierung in einer MindMap. Die Gruppengröße sollte mindestens fünf Gruppen in der der Gruppengröße von drei bis fünf Schülern umfassen.

Die Moderatoren der Gruppe arbeiten mit einem eigenen Laptop oder PC. Am Ende der Kleingruppenarbeit können die einzelnen Maps zu einer zentralen MindMap zusammengefasst werden. Der Lehrer ist hier der Moderator. Ein Assistent kann die MapParts im MindManager zusammenfassen und zusammenlegen. Danach erfolgt die Erstellung der finalen MindMap.

Vorbereitung

Erstellen Sie eine MindMap mit dem zentralen Begriff Flüchtling/Emigrant. Umgeben Sie den Begriff mit den W-Fragen. Wer? Warum? Wann? Wohin? Wie? Tragen Sie die Hilfsfragen als freie Anmerkung (ein einfacher Klick auf die MindMap Arbeitsfläche) ein.

Gruppenarbeit
 
1. Phase (ca. 10-15 Minuten): Großgruppenarbeit
 
Klären sie die Unterschiede zwischen Flüchtling und Emigrant. Wie stehen diese zum Begriff Refugee. Die Schülerinnen und Schüler sollen überlegen, welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten bestehen. Die Ergebnisse werden stichpunktartig als freie Anmerkungen in der MindMap festgehalten. Ein Assistent kann den Prozess der Erfassung beschleunigen.
 
2. Phase (ca. 20-30 Minuten): Kleingruppenarbeit
 
Die Schülerinnen und Schüler werden in fünf Kleingruppen eingeteilt, um sich in Form eines Brainstormings mit jeweils einem der folgen Aspekte zu beschäftigen:
 
WER (Sozialstruktur der Flüchtlinge),
WARUM (Motivation)
WANN (Zeitpunkt)
WOHIN (Zielland)
WIE (Organisation)
Die Hilfsfragen stehen auf ihrer zentralen Map. Sollten die Kleingruppen mit Laptops arbeiten, können Sie die zentrale Map auf die Laptops verteilen.
 
Versuchen sie die persönlichen Erfahrungen als auch die Sachebene in den Kleingruppen zum Thema zu machen. Fragen für die Kleingruppenarbeit:
 
Wer kann überhaupt emigrieren?
Welche persönlichen, welche äußerlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Welche Gründe können gegen eine Flucht oder Emigration sprechen?
Wer oder was entscheidet über den richtigen Zeitpunkt?
Welche Hindernisse sind zu überwinden?
Was wird benötigt?
Was und/oder wer werden zurückgelassen?
Nach welchen Kriterien wird das Zufluchtsland gewählt?
Welche Kriterien könnten wiederum für das Aufnahmeland zählen?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um ein Visum zu erhalten?
Wie wird die Reise oder Flucht organisiert?
Wer hat bei der Fluchtplanung Unterstützung geleistet?
 
3. Phase (ca. 30-45 Minuten): Präsentation und Diskussion
 
Auf der zentralen MindMap stehen bereits die W-Fragen. Jetzt werden die Ergebnisse der Gruppenarbeit zusammengetragen. Die Gruppen präsentieren ihre Arbeitsergebnisse mit Ihrem Laptop und senden danach Ihre Map an den Lehrer, der die Map integriert. Der Assistent fügt die einzelnen Gruppen Maps zusammen. Die nun entstandene Mind-Map dient als Diskussionsgrundlage und eventuell als Grundlage zur Weiterarbeit: Hier zeigen sich Unterschiede zwischen Flucht und Emigration?
 
Flüchtling.Emigrant.RefugeeDie zentrale MindMap kann an alle Schüler per E-Mail verschickt werden. Unser Beispiel zeigt ihnen eine Visualisierung zum Thema. Sie zeigt Ihnen, wie eine MindMap zum Thema Flüchtlinge/Emigranten/Refugees im Ansatz aussehen kann. Die Vorlage können sie hier herunterladen.

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Viel Erfolg beim MindMApping

Kyocera 2100DN Drucken im Lehrerzimmer und Zuhause

Kyocera2100DN_jpegEs bleibt leider nicht aus. Das Drucken von einer papierlosen, digital und vernetzten Arbeitsumgebung. Ob im Schullalltag oder bei Vorbereitung  zuhause. Oft explodieren die Druckkosten, besonders bei höheren Auflagen. Der Tintelstrahler oder All in one Officejet stößt an die Grenzen oder irgendeine Patrone fehlt wieder und sie können nicht weiter drucken?. Kennen Sie das? Wenn ihr Druckvolumen über 80 Seiten im Monat angekommen sind, ist ein Monolaserdrucker wie der Kyocera FS-2100DN eine gute Wahl.
Hatten wir für unsere Arbeitsgruppe vor einiger Zeit schon einmal einen FS1100 mit Ecosys Technologie genutzt, ist der 2100DN ein sehr modernes, technisch ausgereiftes Produkt, daß für viele Einsatzbereiche genutzt werden kann. Neben dem Druck von aufwendig gestalteter Word-Dokumente auch für Diagramme und PDF Dateien mit vielen Texten Bildern, sowie Grafikelementen. Es gibt verschiedene Anschlussmöglichkeiten über RJ45 und USB. Auch der Direktdruck von USB Sticks ist ebenfalls möglich.

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MY Book Duo.Wie wir wichtige DAten lokal speichern können.

Westerndigitalmybookduo.jpgDie Zunahme der auf unseren Rechnern befindlichen Daten steigt exponential, somit auch die Überlegung wohin mit meinen Daten. Reichte für den Einzelanwender vor einigen Jahren noch eine gute 1TB Festplatte, ist das heute bei weitem, bei besonders hoher Anzahl medienlastiger Daten nicht mehr genug. Mit einer kleinen Sammlung externer Festplatten und Sticks ist es auch nicht getan, also muss man sich in diesen Tagen für eine größere Lösung entscheiden. Neben den vielen sicheren und eher unsicheren Cloud Angeboten, besteht der Trend Daten wieder lokal zu sichern. Insbesondere gilt das bei personenbezogenen Daten und den größeren Dateien für den Unterricht an.Bei der Auswahl für die neue Speicherlösung kommt es auf die Anzahl der Benutzer an, oder auf die Wahl der Dienste, welche ich nutzen will. Man unterscheidet hier zwischen Geräten mit persönlicher Cloud Funktinalität und Geräten zur persönlichen Datensicherung. Western Digital und andere Firmen haben  in den letzten Jahren aus ihrem Kerngeschäft heraus eigene Produktlinien entwickelt, die aus dem Schatten der einfachen Festplatten-Produktlinien heraustreten. Die WD Elements Desktop, WD My Book und das WD My Book gehören beim Herstelle Western Digital zu dieser Produktlinie. Letztere Lösung haben wir hier getestet. “MY Book Duo.Wie wir wichtige DAten lokal speichern können.” weiterlesen

Easy Annotate. Eine must have IOS App für alle Lehrenden/Lernenden

Easy Annotate für ipad
Easy Annotate für ipad

Wer ein ipad im Unterricht verwendet kennt das Problem. Ich habe zwei oder mehrere PDF Dokumente auf meinem ipad geöffnet. Nun möchte ich Anmerkungen machen oder Textstellen vergleichen. Wirklich lästig, da ich zwischen den verschiedenen Ansichten (tabviews) wechseln muss. Der kostenlose Acrobat Reader kann es nicht leisten. Die Suche im Appstore soll mein Problem durch eine App lösen. Mit der Idee, für Alles gibt es eine App, beginnt meine Suche. Auch hier ist es schwierig aus dem riesigen Angebot eine vernünftige Auswahl durch gezielte Suche zu gestalten  Apple sollte in der nächsten Version des App Store boolsche Operatoren bei der Suche nach Apps zulassen. Ich versuche es mit Annotation und dem deutschen Wort Anmerkung. Ich bekomme einige Angebote vom bekannten Good Reader bis PDF Master. Anmerkungen in verschiedenster Art scheinen lösbar. Der Vergleich und die Ansicht von zwei Dokumenten eher schwierig. Es muss etwas Intuitiveres sein. Nach einer kurzen weiteren Suche finde ich Easy Annotate. “Easy Annotate. Eine must have IOS App für alle Lehrenden/Lernenden” weiterlesen

WWDC 2014 Apples Entwicklerkonferenz 3

Wieder ein Tag später als versprochen, geht es weiter. Aber je mehr die einzelnen Veränderungen zu Tage kommen und die entsprechenden Dev Apps gesichtet werden, erscheint ein weiterhin Gesamtblick auf die Szenerie der Apple WWDC 2014.

Alles ist Cloud und wird Cloud. Betrachtet man die Situation genauer, entwickelt sich eine neue Dynamik, die ihre Wurzeln eher in der kulturellen und technischen Kompetenz der Vergangenheit zeigt. Das Smartphone , wie es Apple entwickelt hat, gibt es jetzt seit 7 Jahren. Die Entwicklungen und Konzepte haben mit einem rasanten Tempo alle grundlegenden Entwicklungsmöglichkeiten ausgereizt. Apple als auch Google haben Grundfunktionen verfeinert und optimieret Jetzt, in der Zeit, in der das Tempo abnimmt sind zwei unterschiedliche Tendenzen der Entwicklung, die auf die Wurzeln der Konzerne zurück, erkennbar. Klar drag & drop ist drag & drop und copy & paste ist copy & paste, aber iBeacon ist Apple Art Dinge zu kreieren und Google Now, sowie es Googles Kompetenz ist  Die Wege der Konzerne kristallisieren sich deutlicher. Apple setzt weiterhin auf die Integration von Soft- und Hardware, wohin Google der Kompetzenz AI (Künstlicher Intelligenz) und Dienste des maschinellen Erkennens (learning machine services) verfeinert. Das Wissen und die Kompetenz des Anderen  ist Apple und Google jeweils fremd und keiner kann dem Anderen richtig auf diesem Weg folgen. Wenn Google an die Verbesserung von UX denkt, denkt es daran die Ladezeiten der Seite zu verkürzen. Wenn Apple über UX nachdenkt, denkt man an Benutzerfreundlichkeit. Wie kann ich es einfacher machen, die Seite besser scrollen zu können. “WWDC 2014 Apples Entwicklerkonferenz 3” weiterlesen

WWDC 2014 Apples Entwicklerkonferenz 2

Das zweite große Thema dieser Entwicklerkonferenz und den gezeigten Neuerungen der Keynote ist das Thema Cloud. Alles ist Cloud könnte man sagen. Cloud ist nicht nur wichtig, da der Anteil der lokal gespeicherten Daten sich gigantisch in den letzten fünf Jahren erhöht hat, sondern auch ein Verbindungsglied zwischen Apps und Geräten. Apple war zum Thema Cloud bisher nicht gut aufgestellt. Mit der WWDC bekommt die Cloud einen neuen Stellenplatz. Charakteristisch ist dabei Funktion der Cloud. Einmal als Speicherplatz anderseits als Überleitung oder Kabelkanal. Und für die Anwendungsbereiche in denen die persönliche Cloud durch die Einbindung aller WIFI/Bluetooth gebunden Geräte (Home Kit, oder Health Kit) eine sinnbildlich eingezäunte Umgebung,  unter dem Namen Cloud darstellt. So können sie jetzt ein Foto editieren und die Veränderungen sehen sie auf allen Geräten. Sie können einen Raum verlassen, alle Bilder bleiben in der Cloud und der Voransichten werden auf ihrem iphoine gelöscht. Sie können eine Telefonnummer auf ihrem Rechner aussuchen und anwählen, das iphone, es sollte angeschaltet sein, übernimmt den Job. Keine Funktion wie diese benennen dabei die Cloud und keine dieser Funktionen benutzt dabei den Browser. Web Browser sind für Webseiten da und nicht für Apps. Man könnte behaupten, dass Apple mehr die Cloud liebt als das Web. Der gesamte Ansatz in dieser Weise in Zukunft zu verfahren ist genau das Gegenteil zu dem was Google macht. Für Google liegt die Intelligenz im Web und nicht in den Geräten. Die Geräte wie Google Glass sind von sich an doof und überbringen nur Informationen Für Apple hingegen ist der bewegungslose Speicherplatz nur eine Funktion. die Intelligenz ist in den Geräten. Und für die Erweiterung der Intelligenz werden ab sofort neue API´s und das Cloud Kit freigegeben. “WWDC 2014 Apples Entwicklerkonferenz 2” weiterlesen

WWDC 2014 Apples Entwicklerkonferenz 1

Es dauert einige Tage, bis ich die vielfältigen Ankündigungen der diesjährigen Apple Worlwide Developer Conference WWDC sichten und einordnen kann. Doch jetzt will ich das komplette Paket und deren richtungsweisenden Änderungen einmal in mehreren  kurzen Beiträgen vorstellen. Ein besonderer Blick richtet sich dabei auf die Auswirkungen und Änderungen die sich für die Nutzung von Apple Geräten und den immer enger  im Austausch  und sich verbindenden IOS 8 und OS X Yosemite auch im Bildungsbereich ergeben können.  Zuerst muss man sagen, daß es sehr angenehm war, die Keynote nicht als Gadget oder Gerätevorstellungsshow , wie oft zuvor, erleben zu dürfen, sondern als eine, auf Entwickler ausgerichtete Präsentation. Und Apple war richtig fleissig. Ein Statement 4000 neue API´s geschaffen zu haben ist das Eine.  Das Unternehmen ist ungemein gewachsen, sowohl in der Userzahl,  der verkauften und benutzten Geräte und der Anzahl der geschriebenen Apps. Ein Großteil der Benutzer verwendet aktuelle Betriebssysteme. Ganz im Gegensatz zu Android. Zweitens, neben den inkrementellen Softwareverbesserungen sind ein paar grundlegende Ausrichtungen aufgezeigt worden, die wesentlich sind: “WWDC 2014 Apples Entwicklerkonferenz 1” weiterlesen

Hallo BesucherInnen von Lehrertreff

Ab 1. Juni 2014 startet hier der #blog #Lehrertreff. Diskussionen, Beiträge, Neuigkeiten zu Themen der Informationstechnologie in Bildungseinrichtungen. Die Seite wird von einer Vielzahl von Autoren betrieben.  Sie werden Neuvorstellungen von Software und Hardware genauso finden, wie Anwendungsbeispiele im Unterricht oder Hinweise auf #Veranstaltungen der Hersteller im Bildungsbereich. Wir koordinieren #barcamps zu Themen Computereinsatz im Unterricht. Die Seite wird in Englisch und Deutsch erscheinen.